Biologie

Anlage eine Hochbeetes

 

Unter der Leitung von Lehrer Franz Zwingmann starte die Klasse 5/6e im Schuljahr 2006/07 die Neuanlage eines Hochbeetes. Da gab es viel zu tun: Erdaushub, Pfosten und Verschalung setzen, dicke Äste und feines Gezweig zubereiten, reichlich Pferdemist war herbeizuschaffen und schließlich war das ganze Beet wieder mit Kompost und gutem Mutterboden zu verfüllen.

Beim Erdaushub fassten alle Schüler (auch die Mädchen) kräftig zu: Spitzhacke, Spaten und Schaufel. Der Aufbau der Umrandung erforderte genaues Messen, Sägen und Schrauben. Das Sammeln und Zersägen von brauchbarem Totholz auf der Zwingmann-Plantage war bei schönstem Wetter schweißtreibend, das Spielen mit den vielen Schaflämmern sorgte für angenehme Abwechslung.

Das Hochbeet musste in den Osterferien fertiggestellt werden, um im Frühjahr noch pflanzen zu können. Besonders zu loben ist hier der Einsatz von Fabian Schulz und Simon Klausenberg, die mehr als 20 Stunden ihrer Ferienzeit opferten.

Gemeinsam konnten dann das Säen und die Bepflanzung in Angriff genommen werden. Möhren und Erbsen wurden gesät, Kartoffeln, verschiedene Kohlsorten und Zwiebeln gepflanzt. Nach den Eisheiligen kamen noch Tomatenpflanzen hinzu.

Als die Ernte des ersten Salates bevorstand, kam der große Schrecken: Randalierer hatten übers Wochenende fast alle Pflanzen herausgerissen. Wir ließen uns davon nicht entmutigen und bepflanzten erneut. Das Wachstum der verschiedenen Planzen wurde interessiert beobachtet. Der erste Salat und die ausgepalten Erbsen waren ein Hochgenuss.

Beim Abriss und Neubau des „steinernen Hochbeetes“ konnten die Jungen zeigen, was sie kräftemäßig drauf haben. Die schweren Steine konnten oft nur mit vereinten Kräften bewegt werden. Eine Erfahrung ließ Herrn Zwingmann erstaunen: Die Jugendlichen matschten und wühlten im frischen Mörtel mehr als eine Stunde, bis der Lehrer sie unterbrach. Ihre Gesichter zeugten von erfülltem „Schaffen“. Das Hochbeet wurde mit Sommerblumen bepflanzt.

Der bewusste Umgang mit Boden, das Pflanzen und Säen und das interessierte Beobachten des Wachstums ver- schiedener Pflanzen war für alle Kinder eine Ersterfahrung und tat richtig gut!

Text/Bilder: Franz Zwingmann