Pressespiegel 2004

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30.12.2004 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Augustinusschüler bringen Kekse zu den Kranken

(r) Kekse zu den Kranken haben Schüler der Augustinusschule gebracht. Die Arbeitsgemeinschaften „Umwelt“ und „Religion“ hatten in der Woche zuvor zahlreiche Bleche mit Plätzchen gebacken, kleine Tüten gepackt und einen persönlichen Weihnachtswunsch angehängt. Dann wurden sie mit ihren Päckchen vom Krankenhausseelsorger und dem Pflegepersonal begrüßt.

Mit einem Adventslied erfreuten die Schüler zahlreiche Patienten auf der Kurzzeitpflege- und einer Kranken- station. Die Freude war bei Besuchten und Besuchenden so groß, dass nun überlegt wird, im nächsten Schulhalb- jahr dauerhaft einen Besuchskreis für das Krankenhaus an der benachbarten Augustinusschule einzurichten.

Die Lehrer, die die Schüler begleitet haben, und die Angestellten des Bernwardskrankenhauses können sich das gut vorstellen: „Wir sehen uns gerne wieder.“ Und Ideen für diese Besuche gibt es schon viele.




      Foto: Schüler der Augustinusschule mit ihrem Lehrer Ernst Bode und der
                           Gemeindereferentin Stefanie Weiß (Schulseelsorge).

 

Einsatz der St.-Augustinus-Schule im “Guten Hirten”

27.12.2004 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Wo die Weihnachtsbotschaft greifbar wird
Gegen Einsamkeit: 500 Menschen feiern „Offene Weihnacht" in Jacobikirche, 400 in Gemeinde Guter Hirt
 

(tw) „Das ist Weihnachten. Menschlich. Christlich.” Laura Twickler strahlt über das ganze Gesicht und schiebt schnell noch einen Satz hinterher: „Tschuldigung, ich werd schon wieder euphorisch." Im vergangenen Jahr hat sie die „Offene Weihnacht" in der Jacobikirche zusammen mit ihrer Mutter als normaler Gast erlebt - und war so beeindruckt, dass sie  diesmal mithelfen wollte. Sie ist nicht die einzige, die sich am Heiligen Abend für das Weihnachtsgefühl in der „Kirche am Wege" begeistern lässt. An die 50 ehrenamtliche Helfer kümmern sich um die bunt gemischte Schar der Gäste. „So viele hatten wir noch nie", freut sich Pastor Claus-Ulrich Heinke, der das Treffen zusammen mit Küster Reinhard von Nassau organisiert hat.

Am Basteltisch formt Walter Hecke zusammen mit der siebenjährigen Gweni Gomilschak ein Flugzeug aus Pappstreifen. „Kreativität schützt vor Kriminalität", erklärt der Mann mit einem ernsten Gesicht, auf dem das Leben seine Spuren hinterlassen hat. Er hat eine Welt kennen gelernt, die er dem Mädchen ersparen möchte. Die  „Herberge zur Heimat" in Hildesheim war schon einmal sein Zuhause. Heute ist er extra aus Bad Münder gekommen.

Der Pastor und der Küster registrieren diesmal ein Fest mit vielen Besonderheiten, kleinen Rekorden: Selten seien so viele Menschen aus allen Schichten gekommen, 500 dürften es verteilt über den Nachmittag sein. Selten haben so viele Gäste Musik gemacht, gesungen, ein Stück auf einem Instrument gespielt. Selten war das Büffet, gespendet von zahlreichen Hildesheimer Bäckern und Schlachtern, so lang wie an diesem Tag. Es füllt die ganze Empore, erstreckt sich unten über eine Seite des Kirchenschiffs. Auch eine vier Meter lange Wurst ist darunter. Doch an diesem Nachmittag geht es nicht nur um die Wurst. Wichtiger ist der Nachbar, der mit am Tisch sitzt und das Motto der Veranstaltung mit Leben erfüllt: „Weihnachten nicht allein sein".

 

 

 

         Der katholische Weihbischof
Hans-Georg Koitz hilft im “Guten Hirten” bei der Bewirtung der fast 400 Gäste, die sich am Heiligabend in den Räumen des “Sozialen Mittagstisches” versammeln, um gemeinsam zu essen, zu singen, zu klönen






Zur selben Zeit in den Räumen beim „Sozialen Mittagstisch" der Kirchengemeinde Guter Hirt: „Weihnachten ist Suche, Sehnsucht nach Wärme, Geborgenheit, Liebe ...", steht auf einem Plakat. Eine Ahnung davon vermittelt Diakon Wilfried Otto vielen Menschen, vor allem Menschen aus dem benachbarten Fahrenheit-Viertel. In den langen Reihen sitzt an diesem Abend mancher, den ein Schicksalsschlag aus der Bahn geworfen hat. In die Einsamkeit, hin zum Alkohol. Und: „Immer mehr Menschen verarmen", hat Otto festgestellt. Nie hat er am Heiligabend mit seiner Familie und anderen Helfern so viele Gäste begrüßt und bewirtet. Zum achten Mal organisiert er die Feier. Diesmal sind es fast 400 Besucher, darunter an die 100 Kinder. Jeder bekommt ein Geschenk. Die Mädchen und Jungen nehmen strahlend ein kleines Spielzeug in Empfang, die Erwachsenen eine bunte Tüte. Ein bisschen Süßes, eine Dose Wurst, Duschgel. Selbstverständliches Alltagsgut? Hier nicht, hier ist es ein willkommenes Geschenk. Tagelang haben die Helfer die Pakete gepackt, eine 9. Klasse der Augustinus-Schule hat geholfen.

Die Weihnacht im Guten Hirten beginnt mit einem Gottesdienst. Die Band „Aufwind" macht Musik, die Kirche ist proppenvoll. Viele Moslems feiern die christliche Zeremonie mit, lauschen andächtig. An diesem Abend verwischen die Grenzen. Überhaupt: In acht Jahren offener Weihnacht gab es nie einen nennenswerten Zwischenfall, erinnert sich Diakon Otto. Und das in einem Viertel, in dem sich die Konflikte konzentrieren. „Am Heiligabend ist hier nur Frieden", sagt Otto mit einem Schulterzucken, als sei dieses Phänomen bei der großen Zahl von Gästen selbst für ihn ein ungelöstes Rätsel eines geheimnisvollen Festes.

Nach dem Gottesdienst gibt es in den Gemeinderäumen 150 Liter Suppe, über 600 Scheiben belegtes Brot, Lieder, Gedichte. Oberstadtdirektor Dr. Konrad Deufel schaut vorbei. „Das macht er jedes Jahr", erzählt Otto. Und Weihbischof Hans-Georg Koitz bedient die Gäste in seiner „Dienstkleidung".

Diakon Otto denkt schon an das nächste Jahr. „Wenn noch mehr Menschen kommen, reichen die Räume nicht", fürchtet er. Er selbst würde auch kommen, wenn er nicht mehr als Diakon zuständig wäre, fügt er an. „Ohne diese Feier würde mir etwas fehlen", erklärt er und sucht nach Gründen: „Hier spürt man die Botschaft von Weihnachten unmittelbarer. Hier ist sie greifbar."

 

12.12.2004 (Kirchenzeitung)


„Ich fühle mich wie ein großer Sänger im Fernsehen"

Ein Musical zum 30. Geburtstag der St.-Augustinus-Schule (Günther Burghardt)

30 Jahre St.-Augustinus-Schule in Hildesheim: Dieses Jubiläum  feierte die Haupt- und Realschule mit der Aufführung des neuen Musicals „Na, wo drückt der Schuh?" aus der Feder des Musiklehrers Fred Burghardt. Die Texte schrieb Kollege Ingo Leiss. Über 1500 Zuschauer sahen die Aufführungen in der Turnhalle der Schule und waren begeistert von dieser Gemeinschaftsaktion von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern.

Das Musical handelt von Menschen im Alltag mit ihren Stärken und Schwächen. Es versucht in abwechslungsreichen Liedern und Spielszenen dem Zuschauer selbst den Spiegel vorzuhalten - zum Beispiel in dem Lied „Man muss nicht alles können können".

Der Schuhmann Senior - gespielt und gesungen von Lehrer Jürgen Thelen - führt mit dem Titelsong „Na, wo drückt der Schuh?" durch das Geschehen: Er bringt durch das Vertauschen der Schuhe den Maler und den Bäcker dazu, sich in der Arbeit des Anderen zu versuchen. Das misslingt zwar, aber dennoch erkennen beide die Arbeit und Leistung des Gegenübers an. Der Chor aus Lehrerinnen und Lehrern begleitet diese Aktion mit dem Lied „In den Schuh'n des Anderen geh'n, um den Andern zu verstehen!" Die Musik des Schulorchesters sowie Sprech- und Gesangsdarbietungen aller Mitwirkenden unterstützte ein Vater aus der Schulelternschaft mit einer professio- nellen Mikrofon- und Headsetanlage.

„Ich fühle mich wie ein großer Sänger im Fernsehen", bemerkte beispielsweise Francesco aus der 8. Klasse beim großen Applaus für die über 40 kleinen und großen Künstler auf der Schulbühne. Eine CD-Aufnahme im Tonstudio setze mit diesem Stück die Musicalreihe der St.-Augustinus-Schule als sechste Produktion des Schullebens fort: 1984 hatte alles mit „Aurelius Augustinus" begonnen.

                              
Einmal in den Schuhen des Anderen gehen: Das ist das Leitmotiv des neuen Musicals
                                                                              an der St.-Augustinus-Schule

 

23.11. 2004 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)


“Wo drückt der Schuh?” - auch als CD

Dass an der Hildesheimer Augustinusschule Musicals produziert und aufgeführt werden, selbst vertont und getextet, ist schon öfter vorgekommen. Schließlich komponiert der Lehrer Fred Burghardt seit vielen Jahren.

Sein neuester “Streich” allerdings wird offenbar besonders erfolgreich - auch als CD. “Na, wo drückt der Schuh?” heißt der Titel. Das von Ingo Leiß getextete Musical handelt von Menschen im Alltag mit ihren Stärken und Schwächen. In Spielszenen wird dem Zuschauer der Spiegel vorgehalten. Mehr als 1500 Besucher sahen das Musical live bei den Aufführungen in der Schule. 40 Lehrer und Schüler haben daran mitgewirkt. Nun fand auch die damals produzierte CD großes Interesse.

Das Kreismedienzentrum hat CD samt Begleitheft in den Verleih für Bildungseinrichtungen übernommen. Und “Radio Tonkuhle” strahlt am Donnerstag, 2. Dezember, von 15.08 Uhr an einen Teil der Musik aus. Die komplette CD ist im Sekretariat der Schule zu haben. (ph)

 

 

 

Fred Burghardt und Ingo Leiss freuen sich über den Erfolg der CD “Na, wo drückt der Schuh?”

 

 

 

 

(Foto: Michael Welzel)