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23.12.2007 (Kirchenzeitung)
Spielzeug ist noch knapp
Die größte Weihnachtsfeier in Hildesheim: Über 400 Menschen kommen in den Guten Hirten
Hildesheim (wal). Es wird die größte Heiligabendfeier in der Bischofsstadt werden: Weit über 400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden zunächst in der Kirche, dann im Guten Hirten den Abend vor Weihnachten begehen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Schreiben Sie, das hier ist das organisierte Chaos - das trifft es am ehesten. Und wir haben darin große Erfahrung", antwortet Diakon Wilfried Otto, der Leiter des Sozialen Mittagstisches Guter Hirt, auf die Frage nach dem Sachstand wenige Tage vor dem Christfest. Dreierlei wird gesucht im Fahrenheitsgebiet zwischen lang gezogenen Sozialwohnungen: Zum einen sind es Spenden für die Geschenke: „Bei Wurst und Kaffee sind wir im Soll, Körperpflegesachen geht so, Spielzeug kommt zurzeit sehr schlecht - und das ist besonders schade", listet Otto auf. Drei Arten von Paketen werden gepackt: eines für Frauen, eines für Männer, eines für Kinder. Zu erkennen an unterschiedlichen Geschenkbändern. Jeweils 175-mal. Denn Jahr für Jahr kommen mehr Menschen.
Zum anderen werden ehrenamtliche Helfer gesucht. Gut 50 benötigt der Gute Hirte. Einen Großteil vor der zum 11. Mal durchgeführten Feier, ein gutes Dutzend direkt am Heiligen Abend. Spenden abholen und sortieren, Geschenke packen, Essen vorbereiten - es gibt Gulaschsuppe und Schnittchen -, bunte Teller mit Nüssen und Süßigkeiten mischen, Tische decken, Stühle schleppen, „und noch tausend andere Sachen", listet Otto auf.
Da klopf es an der Tür: „Ich habe gehört, Sie brauchen noch Hilfe", sagt eine Frau. Sie habe an Heiligabend Zeit, die Kinder sind aus dem Haus und sie wisse ja, dass im Guten Hirten immer so viel zu tun ist. Schnell wird der Einsatz besprochen. Die Geschenke werden von Schülern der katholischen Augustinusschule gepackt. „Am Samstagmorgen, obwohl sie schon Ferien haben - das ist wirklich klasse", würdigt der Diakon.
Drittens aber sucht Otto selbst nach etwas Zeit: „Der Gottesdienst muss noch vorbereitet werden", sagt er. Von der Idee her sei er schon konzipiert. Der heilige Josef, der Schweiger. Der, der da ist, als er gebraucht wird. Der, der nicht verzagt. Er stehe indiesem Jahr mal im Mittelpunkt. Als Symbol für Josef werden die Gottesdienstbesucher ein Bündel Streichhölzer mitnehmen können: „Streichhölzer sind unscheinbar, aber gerade in der Weihnachtzeit zum Anzünden von Kerzen unentbehrlich." So wie Josef, fügt der Diakon hinzu. Natürlich weiß Otto, dass eine nicht unerhebliche Zahl von Besuchern nicht kommt, weil es sie Gottesdienst feiern wollen. „Die Kirche ist der einzige beheizte Raum und es gibt was zu essen. Oder die Menschen wollen einfach nicht allein sein. Aber genau das ist eigentlich Weihnachten - sich denen zuwenden, die es schwer haben im Leben", macht Otto geltend.
Wie schwer, das sieht der Diakon, das sehen die ehrenamtlich Engagierten im Laufe des Heiligen Abends. Im Guten Hirten findet nicht nur die größte Weihnachtsfeier in Hildesheim statt: „Es ist auch die, auf der am meisten geheult wird", unterstreicht Otto. Viele Besucher denken an andere, an bessere Zeiten, andere können es kaum fassen, dass es Menschen gibt, die sich um sie kümmern. Das bricht auf, an Weihnachten.
Gibt es danach Durchatmen? Kaum, sagt der Diakon. Denn auch am ersten und zweiten Weihnachtstag gibt es im Guten Hirten wieder ein Mittagessen - wie an allen anderen Tagen im Jahr. Denn eine geschlossene Küche kennt der Gute Hirte nicht.
23.12.2007 (Kirchenzeitung)
Firmung in der Schulgemeinschaft
Hildesheim (kiz) Die St.-Augustinus-Schule hat Firmung gefeiert: Bischof Norbert Trelle spendete dreizehn Schülern dieses Sakrament im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Kapelle des St.-Bernward Krankenhauses. Erstmals wurde die Vorbereitung auf die kirchliche Feier der Mündigkeit innerhalb der Schulgemeinschaft angeboten. Seit Februar hatten sich die Jugendlichen auf die Firmung vorbereitet. Es wurde diskutiert, gebetet, gefeiert, gewandert mit Bibel und Rucksack; und das alles in der Freizeit neben der Schule, notfalls auch am Wochenende. Die Firmvorbereitung war ein Gemeinschaftsprojekt von Schule und Dekanat. Die Oase Heilig Kreuz, beauftragt auch mit der Schulseelsorge an der St.-Augustinus-Schule, begleitete dieses Projekt.
04.12.2007 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
Heute Musik am Stand der Schulen
Hildesheim (r). Am heutigen Dienstag ist die St.-Augustinus-Schule am Stand der Schulen auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Sie bietet ein reichhaltiges Keksangebot aus ihrer Weihnachtsbäckerei, außerdem Adventssträuße und Weihnachtsschmuck. Um 12 Uhr musiziert die Musikgruppe und verkauft eine selbstproduzierte CD. Um 14 und um 15 Uhr tritt die Tanz-Arbeitsgemeinschaft auf.
30.11.2007 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
Advent in Augustinusschule
Hildesheim (r). Am heutigen Freitag findet von 14 bis 18 Uhr ein Adventsbasar in der St.-Augustinus-Schule neben dem St.-Bernward-Krankenhaus statt. Angeboten werden Bastelarbeiten, Adventsgestecke, Weihnachtskarten und Leckereien. Außerdem gibt es Literatur für Groß und Klein am Taschenbuchstand.
29.10.2007 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
60 Jahre hat Else geschwiegen
Autor Michail Krausnick liest vor Schülern aus seinem neuen Buch „Elses Geschichte“
Hildesheim (ere). Die achtjährige Else, blond und blauäugig, lebt glücklich mit ihren Eltern in Hamburg, bis eines Morgens zwei Polizisten kommen und sie einfach mitnehmen. Was sie bis dahin nicht wusste: Ihre Eltern sind nur ihre Adoptiveltern, und ihr Großvater war Sinto, weshalb sie als „Viertel-Zigeunerin“ zu den ihr unbekannten Eltern und vier Geschwistern ins Konzentrationslager Auschwitz gebracht wird. Ein Jahr muss sie dort bleiben, ein weiteres im KZ Ravensbrück, bis es ihrem Adoptivvater gelingt, sie freizubekommen. Unter einer Bedingung: nie über das zu sprechen, was sie dort gesehen und erlebt hat.
Else Matulat gibt es wirklich. Heute ist sie 71 Jahre alt und lebt in England. 60 Jahre lang hat sie ihr Schweigen nicht gebrochen, bis die Vergangenheit zu übermächtig wurde. Ein Therapeut riet ihr, endlich über ihre traumatischen Kindheitserlebnisse zu sprechen. Michail Krausnick hat sie ihre Geschichte erzählt, und er hat ein poetisches und anrührendes Jugendbuch daraus gemacht.
Der 1943 in Berlin geborene, in Hannover aufgewachsene und in Heidelberg lebende freie Schriftsteller engagiert sich seit 30 Jahren für die Aufarbeitung des Völkermordes an den Sinti und Roma während der NS-Zeit. Einige Bücher hat er schon zu diesem Thema geschrieben, „Auf Wiedersehen im Himmel“ wurde sogar verfilmt. Während immer wieder an die Judenverfolgung in jener Zeit erinnert wird, ist die Verfolgung der Sinti und Roma quasi ein weißer Fleck im historischen Bewusstsein. „Es hat mich als jungen Mann geärgert, dass ein Teil der deutschen Geschichte vergessen wurde“, sagt Krausnick. Und: „Rassismus darf man nicht nur teilweise bekämpfen.“

Der Autor Michail Krausnick liest vor Hildesheimer Schülern aus seinem Buch.
Foto: Rehbein
Jetzt hat er vor siebten und achten Klassen des Haupt- und Realschulzweiges der St. Augustinusschule aus seinem druckfrischen Buch mit dem Titel „Elses Geschichte“ gelesen und dabei auch einige Fakten über die Zeit vermittelt.Zwei Millionen Kinder und Jugendliche wurden von den Nazis ermordet, „nur weil sie als das geboren wurden, was sie sind“. Insgesamt 22 Jugendliche aus Sinti-Familien besuchen die St. Augustinusschule, auch ein Grund, weshalb Krausnick schon zum dritten Mal dort zu Besuch war. Zustande gekommen ist der Kontakt über Karsten Laubinger vom Verein Hildesheimer Sinti, der Vater einer Schülerin ist.
Der Mönch Lukas Ruegenberg, Schüler des expressionistischen Malers Karl Schmidt Rottluff, der sich selbst für die Roma engagiert, hat „Elses Geschichte“ liebevoll und kindgerecht illustriert. Unterrichtsmaterialien sind in Vorbereitung. Dann werden sich wohl viele Jugendliche in Deutschland durch Elses Geschichte ihre Meinung zum Rassismus bilden. Nicht nur in Hildesheim.
25.10.2007 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
Augustinus-Klasse schneidet gut bei Mathe-Preis ab
Hildesheim (r). Die frühere Klasse 6dR der St.-Augustinus-Schule ist bei der Mathematikmeisterschaft des Cornelsen Verlages unter 6000 Einsendungen in der Platzierungsgruppe 4. bis 20. Preis gelandet. Sie gewann damit ein Tafelwerk für Naturwissenschaften mit CD-Rom.
Das Team „Mathepimbolies“ war vertreten durch Jana Rübsaat, Svenja Fischer und Sabrina Hille, es wurde unterstützt durch die Mathematiklehrerin Dagmar Weber. Die Mädchen berechneten die Geldsumme, Münzgröße und das Gewicht eines fast menschenhohen Geldberges, der von einem Spielautomaten als Gewinn ausgegeben wurde.
9.09.2007 (Kirchenzeitung)
„Vertrauensbeweis für gute Arbeit"
Großer Andrang bei den weiterführenden katholischen Schulen im Bistum Hildesheim
Hildesheim (wal). Neues Schuljahr - neue Anmeldezahlen für die weiterführenden katholischen Schulen im Bistum Hildesheim: Wieder gab es zum Teil deutlich mehr Anmeldungen als mögliche Aufnahmen. „Die Zahlen sind wieder ein großer Vertrauensbeweis für die gute und erfolgreiche Arbeit der katholischen Schulen", unterstreicht Dr. Jörg Dieter Wächter, Leiter der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat. Die Zahlen im Einzelnen: Die Don-Bosco-Schule in Hildesheim hat in ihrem Hauptschulzweig 32 Schüler aufgenommen (bei 37 Anmeldungen), in der Realschule 57 (71 Anmeldungen). St.-Augustinus-Schule in Hildesheim: Hauptschule 63 Aufnahmen (77 An- meldungen), Realschule 28 Aufnahmen (36). Albertus-Magnus-Schule in Hildesheim: Realschule 89 Aufnahmen (161 Anmeldungen). Gymnasium Josephinum in Hildesheim: 122 Aufnahmen (141 Anmeldungen), Gymnasium Marienschule in Hildesheim: 125 Aufnahmen (141 Anmeldungen). Ludwig-Windthorst-Schule in Hannover: Hauptschule 27 Aufnahmen (31 Anmeldungen), Realschule 93 Aufnahmen (108 Anmeldungen). Gymnasium St.-Ursula:Schule: 130 Aufnahmen (178 Anmeldungen). Eichendorffschule in Wolfsburg: Hauptschule 23 Aufnahmen (31 Anmeldungen), Realschule 67 Aufnahmen (98 Anmeldungen), Gymnasium 64 Aufnahmen (90 Anmeldungen). St.- Ursula-Schule in Duderstadt: Hauptschule 41 Aufnahmen (41 Anmeldungen), Realschule 34 Aufnahmen (34 Anmeldungen). Bonifatius-Schule II in Göttingen: Hauptschule 14 Aufnahmen (18 Anmeldungen), Realschule 51 Aufnahmen (72 Anmeldungen). Edith-Stein-Schule in Bremerhaven: Sekundärschule 44 Aufnahmen (44 Anmeldungen), Gymnasium 30 Aufnahmen (31 Anmeldungen).
Bis an die Grenze der Möglichkeiten gegangen
„Wir sind mit unseren Aufnahmezahlen bis an die Grenze des Möglichen gegangen", sagt Ingo Bickel, Leiter der St.-Ursula Schule in Duderstadt. Der Elternwille zeige ihm, dass eine weitere Realschulklasse (bisher darf die Schule nur l Klasse pro Jahrgang aufnehmen) dringend erforderlich sei. Gefreut habe er sich über die guten Zahlen für die Hauptschule: „Hier hatten wir angesichts der Entwicklung der Schülerzahlen mit deutlich weniger gerechnet", betont Bickel. Der große Zuspruch ist für den Rektor ein Beleg für die gute pädagogische Arbeit.
Auch an der Eichendorffschule in Wolfsburg „haben wir die Klassen vollgemacht", wie es der Leiter des Gymnasiums, Andreas Weber umschreibt. Nur so sei es möglich gewesen, zumindest einem Großteil der Elternanfragen stattzugeben - und dennoch musste die Schule in insgesamt 73 Fällen und damit gut einem Drittel eine Absage aussprechen. „Wir freuen uns natürlich, dass wir für die Eltern in und um Wolfsburg eine gute Wahl sind", betont Weber. Aber dieses Vertrauen müsse sich eine Schule immer wieder verdienen.
21.07.2007 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
Abschluss - Die Absolventen des Jahrgangs 2006/2007 auf einen Blick
Augustinus- Schule
Klasse 10a: Florian Algermissen (Ahrbergen), Tobias Bode (Emmerke), Kristin Breitmeyer (Söhre), Dennis Bruns, Sebastian Bruns (Ottbergen), Denis Czaudema, Andrea Duarte Traebecke, Vanessa Galinski (Elze), Flavio Gallistl, Philipp Herzog (Nordstemmen), Julian Hirschberg (Schellerten), Alexander Hummel, Julian Jäger, Niklas Kante (Groß Förste), Michael Kohls, Matthias Konrad, Sabrina Maria Kosub, Yedefia Kokouvi Kotoka, Ole Krüger (Wehrstedt), Julia Laubert, Jennifer Lübbeke, Katharina Nürnberg, Maik Potapow, Daniel Rabe (Groß Förste), Marlen Sitek (Diekholzen), Paulina Sokolowska, Steven Weeks, Cansu Yenigün.
Klasse 10b: Benedikt Brunke (Ahstedt), Andrik Busch, Nico Calapa (Westfeld), Sascha Czekalla (Dingelbe), Maurizio Duhnsen, Daniel Goerlich, Christian Harstick (Wöhle), Anastasia Hess, Dominik Kleinschmidt, Hans-Christian Malten (Dingelbe), Tobias Meyer, Astrid Müller, Lisa Müller, Ron-Kevin Oppermann, Sven Schenk, Lukas-Fritz Schindler (Diekholzen), Daniel Schleif, Daniela Schleif (beide Henneckenrode), Thorsten Schuck (Algermissen), Katharina Schwetje, Francesco Sciortino (Giesen), Imke Teupen (Derneburg), Andres Trubtschanow, Patrik Wächter, Marcel Weinert, Christin Wende, Sarah Wilde (Sellenstedt).
Klasse 10dR: Isabelle Baron (Giesen), Marcel Bieniek, Jessica Böttiger, Annika Buca (Klein Escherde), Sabrina Ernst, Katharina Elisabeth Glombik, Sebastian Grote, Jennifer Heinemann, Franziska Henke (Algermissen), Sina Hillebrand, Sophia Hübner (Wendhausen), Lars Illemann (Ottbergen), Martin Ingelmann, Theresa-Sophie Kanne (Dinklar), Kevin Klein (Giesen), Saskia Klein, Andreas Tobias Knobloch, Jürgen Neubauer, Katharina Richter, Sascha Rössig (Ahrbergen), Benedikt Scharfenberg, Ronja Marie Tabellion (Schellerten), Brigitte Vetter, Julia Weiterer (Algermissen), Stefan Wolpers, Karen Isabelle Wüstefeld (Wendhausen).
Klasse 9a: Christian Eggert (Borsum), Katja-Charlotte Fleige (Dinklar), Dennis Kantanka, Melanie-Jessica Leukowski, Robert Ott, Edgard Pflüger (Giesen), Jusiany Sá Nogueira, Ann-Cathrin Schmidt (Giesen), Patrick Thomas, Julia Waschkewitz.
Klasse 9b: Pierre Clermont, Sergej Friesen, Carsten Hackenbroich (Giesen), Carola Hohensee (Westfeld), Mateusz Loof, Wassiliky Papakonstantinou, Laura Radke (Groß Förste).
Klasse 9c: Sarah-Katharina Fundakowski, Domenic Hofstetter (Algermissen), Charline Klimt, Alena Lippert (Ahstedt), Philipp Neuerbourg, Nicole Rehnert, Niekolino Rose, Gina Schmidt, Stephan Völker, Sarah-Christin Wagenknecht, Leonhard Weimer.
(Ohne Ortsangabe: Hildesheim)
10.06.2007 (Kirchenzeitung)
Ist Schule wirklich ein zweites Zuhause?
Lina ist 13 Jahre alt und geht in die Klasse 6b der St.-Augustinus-Schule in Hildesheim. Ihr Mitschüler Maik ist 15 Jahre alt und Schüler der 9c. Im Gespräch mit der Tafel erzählen sie, warum sie auch nach Unterrichtsschluss noch in der Schule bleiben.
Euer Schultag endet nicht mit dem letzten Schulklingeln. Warum?
Lina: Ich gehe zur Nachmittagsbetreuung bis 14.40 Uhr: Ich esse hier zu Mittag und mache Schularbeiten. Einmal die Woche habe ich noch eine Arbeitsgemeinschaft: „Kleine Leckereien“. Da kochen oder backen wir nette Sachen.
Maik: Es geht nicht um 13 Uhr nach Hause. Ich bin Schülersprecher und mache auch bei der Schulzeitung mit. Da treffen wir uns am Nachmittag oder auch am Samstag.
 Lina, was bringt dir die Nachmittagsbetreuung?
Lina: Ich muss dann die Hausaufgaben nicht mehr zu Hause machen. Und es sind ja auch andere Schülerinnen und Schüler dabei, die ich fragen kann. Oder ich kann Lehrer fragen. Das hilft mir viel. Und man kann mit ihnen auch mal über andere Sachen reden.
Und Maik, was hast du von deinem Engagement?
Maik: Zum einen habe ich persönlich was davon. Das, was ich mache, wird ja im Zeugnis aufgeschrieben – und bei Bewerbungen lesen das ja auch die Firmen. Zum anderen glaube ich, hat ja auch die Schulgemeinschaft was davon, wenn wir als Schüler Projekte anstoßen – wie die Zeitung oder Umweltsachen.
Macht das Spaß? Schließlich muss man ja als Schülersprecher auch mal problematische Dinge ansprechen.
Maik: Klar macht das Spaß, sonst würde ich das ja nicht machen. Es gibt Sachen, die verbessert werden können. Da bin ich neugierig, das herauszufinden und mit anderen Schülern anzuregen. Schule soll ja keine Strafe sein. Die Lehrer sind hier ziemlich offen, da kann man schwierige Dinge ansprechen oder auch über andere Sachen reden. Das ist schon so ein bisschen wie Familie.
Lina, ist für dich Schule auch ein zweites Zuhause geworden?
Lina: Ja, das ist es. Und es gefällt mir gut.
(Interview: Rüdiger Wala, KirchenZeitung Nr. 23 vom 10. Juni 2007)
04.05.2007 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
Amelie war Attraktion beim Augustinus-Umwelttag
Der diesjährige Umwelttag der St.-Augustinus-Schule hatte einen richtigen Höhepunkt. Der Lehrer und Hobbylandwirt Franz Zwingmann scherte vor den Augen einer begeisterten Schülerschaft sein Schaf Amelie. Groß war der Applaus, als der „Friseur“ nach und nach die gesamte Wolle von Amelie entfernte, die ganz still hielt. „Das habe ich noch nie gesehen“, gestand Jan aus der 5. Klasse. Im Textilunterricht möchte nun die Lehrerin Birgit Bongart die Wolle aufbereiten und am schuleigenen Spinnrad zu Garn spinnen. Ob das gelingt, will die Schulgemeinschaft der Augustinusschule genau beobachten. Jedes Jahr wird am Umwelttag das Schulgelände auf Vordermann gebracht, ein gesundes Frühstück bereitet, Säuberungsaktionen in der Stadt durchgeführt und Einrichtungen, die dem Umweltschutz dienen, werden aufgesucht. Vieles davon war interessant, aber die Attraktion war diesmal eindeutig das Schaf „Amelie“. (r)
28.04.2007 (Kirchenzeitung)
Auch ein „System", das weiß was es will, nutzt Beratung!
Schulprogrammentwicklung und schulische Qualitätsentwicklung in der St-Augustinus- Schule, Hildesheim (2002 – 2004)
Mit folgender Anfrage trat Günther Burghardt, Schulleiter der St.-Augustinus-Schule, an die Gemeindeberatung heran: „Die St.-Augustinus-Schule macht sich auf den Weg zum Schulprogramm bzw. zur schulischen Qualitätsentwicklung. Dieses wird sicherlich ein längerer Prozess werden, für den wir externe Berater brauchen."

Als wir mit der Beratung der St.-Augustinus- Schule begannen, stellten wir im Beratungs- team sehr schnell fest, dass sich hier ein höchst engagiertes und kompetentes System (Schule, Lehrerkollegium und insbesondere die Steuergruppe) auf dem Weg der schu- lischen Qualitätsentwicklung befand. Eine Schule, die weiß was sie will und die den richtigen Weg dafür sucht.
In einer der ersten Beratungstermine mit der Steuerungsgruppe stellten wir die Frage: Wozu brauchen Sie Beratung? Als Antwort wurden folgende Punkte benannt:
- Moderation der Steuerungsgruppe,
- Unterstützung beim Einbeziehen des gesamten Lehrerkollegiums,
- Blickwinkel öffnen und erweitern,
- Konflikte moderieren,
- Kommunikationslücken beschreiben und neue Wege aufzeigen,
- Prozessschritte strukturieren.
Inhalte und Ziele waren benannt, die Erwartungen an die Berater geklärt - damit war dieGrundlage für einen gelin- gende Prozessberatung gelegt.
Der Prozess begann mit viel Elan. Manchmal durchkreuzten aber auch besondere schulische Belastungen manches Vorhaben. So war es mitunter nötig, dass die Berater im Laufe der Schulprogrammentwicklung auf die Einhaltung oder auch auf die realistische Planung von zeitlichen Etappen hinweisen mussten. Mit ihrem fremden Blick, frei von inhaltlichen Fragen und Einstellungen, konnten die Berater die Steuerungsgruppe „liebevoll" auf blinde Flecken hinweisen. Gerade wenn eine Vielzahl von Gruppen und Ebenen beteiligt waren (Lehrerkollegium, Schüler, Eltern, Schulträger, Handwerk, Sportvereine, Kirchengemeinden als Kooperationspartner der Schule, der Schulträger, ...) versuchte Beratung wie ein Navigationssystem immer wieder konsequent auf die nächsten Schritte hinzuweisen, Rückschritte oder Umwege aufzugreifen und die nächsten Ziele anzustreben. Als sehr hilfreich wurde dabei die Einführung der „To Do Liste" erlebt: was macht wer mit wem bis wann? Vereinbarungen wurden jeweils schriftlich festgehalten und in der nächsten Sitzung wurde gemeinsam angeschaut, was davon umgesetzt wurde.
Am Ende des Prozesses stand nicht nur eine veränderte Gestaltung verschiedener Qualitätsbereiche von Schule (Fordern und Fördern, Lernen lernen, Berufsorientierung, Ganztagsbetreuung) und eine gelungene Verschriftlichung des Schulprogramms, sondern vielmehr eine Schule, die sich fit gemacht hat für die Zukunft und für die Veränderung ein ständiger Begleiter sein wird.
Jutta Segger vom Beratungsteam
Ein wichtiges Ergebnis des Beratungsprozesses war die erarbeitung der drei Säulen der St.-Augustinus-Schule: Schulleben und Atmosphäre, Fördern und Fordern und Ganztagsangebote.
„Wir würden so einen Prozess immer wieder nur mit Beratern von außen und in unserem speziellen Fall - wenn möglich - mit dem gleichen Beraterteam der Gemeindeberatung durchführen. Ohne Begleitung wären wir nie zu diesem Ergebnis gekommen, auch nicht in dieser Professionalität. Die Beratung war eine gute Sache und ich kann sie nur weiter empfehlen. Wenn ich heute auf den Beratungsprozess zurückblicke, wie er sich entwickelt hat, von den ersten Treffen bis zum Beratungsende, dann kann ich nur sagen: Der Weg war das Ziel. Es war für uns wichtig, sich gemeinsam auf den Weg zu machen - Schüler, Eltern und Lehrer, die eigene Arbeit zu reflektieren, zu schauen, wie sieht es bei uns an der Schule aus, dass man eine Bestandsaufnahme macht und den Blick noch vorne wirft und überlegt, was weiterentwickelt werden muss. Und dieses sich auf den Weg machen, zu sagen, was läuft gut, was wollen wir behalten, was wollen wir verändern, wo müssen wir uns Neuerungen öffnen - das muss man immer wieder überprüfen und evaluieren. Und da hoffen wir dann auch weiterhin auf die Unterstützung der Gemeindeberatung.“
Günther Burghardt, Schulleiter der St. -Augustinus-Schule
03.03.2007 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
St.-Augustinus-Schule
 Haupt- und Realschule in der Trägerschaft des Bistums Hildesheim, freiwilliges Ganztagsangebot, Lese- und Rechtschreibförderung, musische und sportliche AGs, PC-Grundbildung, Methodentraining. Schülervertreter Maik Grondkowski Kl. 9c: „Ich finde es toll, dass wir ein lebendiges Schulleben haben und die Zusammenarbeit mit den Lehrern gut klappt!“
Treibestraße 2, 31134 Hildesheim, Telefon: 0 51 21/3 22 66, Fax: 05121/12398, homepage: www.augustinus-schule.de. Leiter: Günter Burghardt, 27 Klassen, 614 Schüler.
01.02.2007 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
Information der Augustinusschule Hildesheim
(r). Die St.-Augustinus-Schule informiert am Montag, 12. Februar, ab 19.30 Uhr Eltern über die Aufnahme von Kindern in den fünften Jahrgang. Der Wechsel von der Grundschule in den Haupt- und Realschulbereich der Augustinusschule wird besprochen und das freiwillige Ganztagsangebot erläutert. Am 15. März findet von 15.30 bis 18 Uhr ein „Schnuppertag“ für Schüler und ihre Eltern statt. Schulträger der St.-Augustinus-Schule ist das Bistum Hildesheim.
25.01.2007 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
Augustinusschule tritt in zweifacher Hinsicht das Erbe der Heimschule Henneckenrode an
Hildesheim (ph). „Ich will pädagogisch arbeiten und nicht technisch“, sagt Ulrich Eichhoff, früher Schulleiter an der Heimschule Henneckenrode und jetzt Lehrer an der St. Augustinusschule. Dort arbeitet er jetzt nicht nur mit seinen früheren Schülern, sondern auch mit den Schulcomputern. Beides hat die St. Augustinusschule „geerbt“ und, meint zumindest der Schulleiter Günter Burghardt, „bestens integriert“.
Vor acht Jahren hat die Holler Firma MTS Reinhardt, auf die Ausrüstung der Schulen mit speziellen Computern spezialisiert, der Heimschule Henneckenrode eine komplette Computerausrüstung geschenkt. Bei der Übergabe an die Augustinusschule fehlte lediglich ein Mousepad. Aber ist das nicht alles reif fürs Technikmuseum? „Von wegen“, sagt Vertriebsleiter Josef Seitner, „die Computer selbst sind so gut wie neuwertig. Entscheidend sind vor allem die Programme“. Und die hat MTS, als neue Spende an den neuen Eigentümer, gründlich überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Damit die Lehrer sich nicht auf technische Fragen konzentrieren müssen, haben Seitner und seine Mitarbeiter die Programme so geschrieben und zusammengestellt, dass jeder Lehrer und Schüler sie bedienen kann. So gibt es eine zentrale Steuerung, mit deren Hilfe der Lehrer sehen kann, was die Schüler gerade tun, und helfend eingreifen kann. Mit einem Knopfdruck kann er auch alle Geräte gleichzeitig aus- oder einschalten und ebenfalls zentral die benötigten Programme freigeben. Sprachprogramme etwa werden auch zentral geladen, der Lehrer muss nicht erst mit der CD durch die Reihen gehen.

Komplett erneuerte Computeranlage: Schulleiter Günter Burghardt, Spender Josef Seitner von MTS Reinhardt und Lehrer Ulrich Eichhoff in der St. Augustinusschule.
Foto: P. Hartmann
Integriert wurden nicht nur Computer und der Spender, sondern auch die Schüler. Die Augustinusschule hat eigene Klassen eingerichtet, erkennbar am Kürzel „k“. Das heißt „kombiniert“ und weist auf die zusammengefassten Klassen hin. Yannick aus Henneckenrode freut sich, dass er weiter am gewohnten Computer arbeiten kann. „Schließlich wird man schlauer dadurch, denn Übung macht den Meister“, sagt er. Im Übrigen hat er längst herausgefunden: „Ich habe am gleichen Tag Geburtstag wie mein neuer Schulleiter.“
19.01.2007 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
Augustinusschule: 2045 Euro für Peru gespendet
„Tragt in die Welt nun ein Licht“ sang die Schulgemeinschaft der Hildesheimer St. Augustinusschule, während alle ein brennendes Teelicht in der Hand hielten. Seit 30 Jahren trägt die Augustinusschule ein Licht zu notleidenden Menschen in Peru. Schwester Rut-Maria von den Vinzentinerinnen bedankte sich für die langjährige Treue der Augustiner. Sie nahm den Scheck über 2045 Euro in Empfang. Die Ordensschwestern leiten eine Schule in Peru. Mit dem Geld aus Hildesheim werden soziale Projekte unterstützt, wie der Bau von Holzhütten für obdachlose Familen. Foto: Schulleiter Günter Burghardt, Schulelternratsvorsitzende Gabriele Kubik, Schülersprecher Maik Grondkowski und Schwester Rut-Maria.
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