Schulprogramm



Der Weg ist das Ziel


                             Unser Schulprogramm


„Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Menschen zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben
 zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
                                                                                                                                                            
nach A. de Saint-Exupry


Der Aufbruch wird gewagt

Schule ist ein stetiger Wandlungsprozess, weil  sich auch die Menschen in ihr stetig ändern. Auffällig wird das zu- nächst an der  Kleidung und am Verhalten. Aber  auch die Fähigkeiten, die Kinder heute  mitbringen, das gesell- schaftliche Umfeld, die Familie - alles unterliegt dem Wandel. Immer wieder muss sich die Schule daher vergewis- sern, ob die Lehr- und Lernstrukturen noch stimmen, die Ziele gesellschaftskonform sind, die Unterrichtsangebote den Interessen und Fähigkeiten heutiger SchülerInnen entsprechen. Hinzu kommt bei einer katholischen Schule die Frage, welche Befähigungen erforderlich sind, damit das Leben auch in christlichem Sinne als „gelungen“ bezeichnet werden kann. Für diese wesentlichen Fragen muss Schule immer wieder offen und wandlungsbereit sein.

Zu dieser Grundüberzeugung kamen  im  Herbst  2001 die geplanten  Veränderungen   in  der niedersächsischen Schulstruktur und  das alarmierende  Abschneiden Deutschlands bei den internationalen Schulleistungstests. Des- halb stellte sich für unser Kollegium die Frage: Müssen wir unsere Schule verändern? Und wenn ja, in welchen Bereichen? Das Zusammentreffen dieser unterschiedlichen Faktoren motivierte unser Kollegium zu der Frage: In welchen Bereichen sind in unserer Schule Veränderungen nötig und möglich?

Eine Bestandsaufnahme wird durchgeführt

Die ersten Vorüberlegungen führten zu einer Bestandsaufnahme in Form von Fragebögen an die drei „Klienten- gruppen“ Eltern,  SchülerInnen  und KollegInnen. Wir wollten erfahren,  was sich bewährt  hat, was  weitergeführt  werden soll und wo Entwicklungsbedarf besteht.

Die  Diagnose dieser Befragung  wurde  am ersten Tag  einer schulinternen  Lehrerfortbildung  ( SCHILF),  am  28.1.2002, von dem gesamten Kollegium geleistet. Wir stellten fest: Es gab ein gutes Fundament, das von allen Befragten akzeptiert wurde. Diese gut geleistete Arbeit sollte als erstes überprüft und systematisch dargestellt werden.

Ziele und Arbeitsschwerpunkte werden erarbeitet

Der  eigentliche Startschuss  für unsere Schulprogrammarbeit  wurde aber am   zweiten  Tag   dieser SCHILF, am
29.01.02, gegeben. Und: Diesem „Anfang wohnte wirklich ein Zauber inne“, wie Hesse meint. Mit Euphorie und visionärem Blick gingen wir an die Arbeit. „Die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Mehr” ließ uns Ziele erarbeiten und Arbeitsschwerpunkte festlegen:

Die Umsetzung der Leitideen wird vorangetrieben

In der dritten Phase, ab Februar 2002, sollte es anschließend um die Umsetzung der Leitideen in konkrete Arbeitsschritte gehen. Es bildete sich eine Gruppe, die den nun beginnenden Schulentwicklungsprozess im Auftrag des gesamten Kollegiums koordinieren sollte: die Steuergruppe. Sie setzte sich aus den Mitgliedern der Schulleitung und 11 freiwilligen Kolleginnen und Kollegen aller Fachbereiche repräsentativ zusammen:

Frau Becker, Frau Bögershausen, Herr Burghardt, Herr Conrady, Herr Fleige, Herr Goertz, Frau Herzberg, Frau Kiewitt, Herr Kronfeldt, Frau Müller, Herr Schütte, Herr Steiner, Herr Unzeitig, Frau Weber.

Mindestens einmal im Monat traf sich diese Arbeitsgruppe und diskutierte einzelne Schritte der Konkretisierung, hielt mit dem Kollegium Rücksprache (Diskussion und Arbeitsaufträge für alle), suchte Kontakte nach außen und verschriftlichte schließlich die einzelnen Schulziele.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begleitet wurde unsere Arbeit in der Steuergruppe von zwei externen Beratern, die die Moderation bei den Treffen übernahmen und mit uns diesen umfangreichen Prozess in handhabbare Arbeitsschritte aufteilten. „Der Blick von außen“ war dabei ein hilfreiches Korrektiv. So entwickelten sich aus den ersten „Visionen“ die einzelnen Ziele und Bausteine unseres Schulprogramms.

Die Programm-Arbeit verändert

Es hat sich gezeigt, dass bereits die Arbeit an diesem Programm unsere Schule verändert hat: Der Weg ist so zum Ziel geworden. Die Programmarbeit führte zu verstärkten pädagogischen und fachlichen Diskussionen innerhalb der Schule. In Konferenzen und Ausschüssen wird das „Schulprogramm“ immer wieder zum Leitthema. Auch nach „Fertigstellung“ - kann ein Programm wirklich einmal „fertig“ sein? - wird die Steuergruppe die Konkretisierung kritisch beobachten. So führt der Umsetzungsprozess hoffentlich zu weiteren Perspektiven und neuen Entwicklungen.

(Gabriele Herzberg, Grafik etwas abgewandelt))