Schülerfirma

04. April 2019

Augustinusflair verschenkt selbst genähte Decken

Die Schülerfirma „Augustinusflair“ des Jahrgangs 9 arbeitet vorwiegend zum Thema Upcycling. Im vergangenen Jahr haben wir aus gespendeten Bettbezügen und Fleecestoff Spieldecken für Kinder genäht.

Jetzt endlich haben wir alle Decken beendet und mit einem Aufnäher versehen. Am Donnerstag, kurz vor Beginn der Osterferien, sind wir dann zu Dritt zu Flux gegangen und haben die Decken den anwesenden Kindern von geflüchteten Familien geschenkt.

Die Mütter besuchten gerade einen Sprachkurs, die Kinder spielten im Nachbarzimmer. Jetzt hat jedes Kind eine eigene Decke, die es auch mit nach Hause nehmen kann.

Richelle, Laura und  Friederike Rohde

Schülerfirmen der St.-Augustinus-Schule

Die erste Schülerfirma in der St.-Augustinus-Schule wurde zu Beginn des Schuljahres 2008/2009 in Form einer AG gegründet (Frau Heubaum, Frau Rohde).

Nach einer Ideensammlung entschieden sich die Schüler für „Kissen für die kalten Schülerstühle“. Eine Gruppe initiierte eine Umfrage unter der gesamten Schülerschaft um festzustellen, ob selbst gefertigte Kissen auch von den eigenen Mitschülern gekauft werden würden. Die Umfrage wurde durchgeführt und von der Gruppe ausgewertet. Danach war klar, dass viele Schüler gern ein solches Kissen kaufen würden, wenn es preisgünstig angeboten wird und evt. nach eigenem Entwurf gestaltet wird.

Eine zweite Gruppe errechnete den Materialbedarf, nähte ein Probekissen und machte einen Preisvorschlag. (4€ pro Kissen). Die Arbeitsschritte vom Zuschnitt bis zur Endkontrolle wurden in kleine Schritte eingeteilt und die Schüler ordneten sich zu. Produktwerbung und Kontaktaufnahme zu möglichen Käufern mussten ebenso vorgenommen werden. So wurden von den fertigen Kissen Fotos gemacht und vergrößert in der Schule ausgehängt, Verkaufstermine in der eigenen Schule festgelegt und Grundschulen in Hildesheim angeschrieben, denen man sich als Schülerfirma vorstellte und Aufträge entgegennahm. Die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein (200€) konnte in kurzer Zeit wieder zurückgezahlt werden.

Über mehrere Jahre lief die Schülerfirma ...

als AG am Nachmittag. Das hatte den Vorteil, dass die Schüler freiwillig kamen und sehr motiviert waren. Leider meldeten sich aber vorwiegend Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5-7 an, so dass kompliziertere Themen nicht in Angriff genommen werden konnten.

Seitdem Schülerfirmen im WP-Band 8, 9 und 10 zur Wahl stehen, haben sich die Schüler nicht nur zur Fertigung entschieden, sondern boten auch Dienstleistungen im Altenheim an und vermittelten Grundschülern die Mülltrennung. Gruppen von 4-5 Schülern arbeiten auch gern in der Küche. Sie bereiten Speisen wie Pizza oder Kuchen für den Kiosk vor und finden immer dankbare Abnehmer. Dabei wird die Hygiene immer im Auge behalten und deren Einhaltung von der Lehrkraft kontrolliert.

In den letzten 4 Jahren haben wir uns neben der Kioskarbeit (Wpk 10) für Upcycling und Müllvermeidungsthemen engagiert. Wir fertigen aus alten Kinderstühlen neue farbenfrohe Unikate (Wpk 8), kleben und nähen aus Verpackungsmaterial (Schokoladenpapier, Gummibärchentüten…) Etuis oder Geldtaschen und haben aus Bettbezügen gefütterte Spieldecken für Kinder gezaubert. Um Plastiktüten einzusparen haben wir Einkaufstaschen mit flotten Umweltsprüchen genäht und aus Stoffresten Frisbeescheiben erstellt (Wpk 9).

Ausgestellt und zum Verkauf angeboten werden unsere Erzeugnisse auf schuleigenen Basaren, am Tag der offenen Tür, im nahegelegenen Krankenhaus, an anderen Schulen, in Geschäften der Innenstadt.

Ausgaben und Einnahmen werden im Kassenbuch verzeichnet. Gewinne werden errechnet und auch Jahresbilanzen (einfache Form) erstellt. Zum Abschluss des Schuljahres gönnen wir uns von einem Teil des Gewinns ein gemeinsames Frühstück z.B. im Jugendrestaurant K-Bert oder gehen Eis essen. Den größeren Teil des Gewinns spenden wir durch gemeinsames Einkaufen dem Sozialen Mittagstisch Guter Hirt, dem Tierschutzverein oder auch anderen sozialen Projekten. Auch schuleigene Aktivitäten unterstützen wir immer wieder: Material für die Kreativ-AG, Workshopkosten in der Museumsarbeit oder Anmeldegebühren zum Mathematikwettbewerb.

Frau Schrader, Frau Rohde